Im Fieber

„ Wer bist du?“

fragte eine Stimme in mir. Ich schwitzte und hatte Fieber. Lag im Bett im Schweiß. Irgendetwas war falsch. Wo war mein Handy? Warum schlug mein Herz so schnell? Die Decke zu warm und trotzdem war mir kalt. Das kannte ich aus meiner Kindheit. Fieberträume. Meine Antwort war „ Ich bin Manne“.

„Warum bist du?“

Ich dachte: „ Scheiße!“, und musste grinsen. Kann die Stimme Lachen? Mein T-Shirt war nass und klebte an der Haut. Ausziehen, ausziehen. Es war so kalt, aber es wurde wieder wärmer. Wie war die Frage noch?

„Warum bist du?“

„ Meine Eltern haben eine Nummer auf der Treppe geschoben und vergessen zu verhüten.“

Nein, die Stimme konnte nicht lachen! Dafür stellten sich meine Körperhaare wieder auf, und ich musste vor Kälte zittern.  Irgendetwas war wieder falsch. Und dein Handy? Quatsch, du hast Fieber, wie früher, nur ohne Handy! Das stimmt schon! Trotzdem fühlt es sich nicht gut an! Die Decke klebt jetzt auch.

„Warum bist du?“

So mag ich SIE! Erst keinen Humor und dann noch penetrant.

„ Ich bin der der ich bin und jetzt bin ich krank! Mir ist heiß und kalt und du kannst nicht mal lachen!“ Mein Handy liegt in der Küche, da bin ich mir jetzt sicher!  Ich sollte etwas trinken. Nackt im Fieberwahn durch das Haus, ich werde erfrieren! Das mit dem Handy ist jetzt geklärt, nur irgendetwas anderes stimmt jetzt nicht.

„Ich bin wohl, weil ich krank bin“

Soll ich jetzt auch noch Danke sagen?

Ich gehe jetzt in die Küche, friere und trinke und ziehe mir ein neues Hemd an. Morgen ist sicher alles besser, das weiß ich aus meiner Kindheit!

Ein Troll hat Fieber und kein Handy. Drittes Buch Trollweisheiten im Alltag, Abschnitt vier.